Uner­müd­lich schlägt ein klei­nes Schmied­männ­chen im Sekun­den­takt auf den win­zi­gen Amboss vor ihm. Ange­trie­ben wer­den die Bewe­gun­gen der Pup­pe über einen Rie­men, der die Ener­gie von einer Minia­tur-Dampf­ma­schi­ne aufs Männ­lein über­trägt. Das Indu­strie­mu­se­um Freu­den­tha­ler Sen­sen­ham­mer wird anhand fünf die­ser Model­le Schul­kin­dern und Jugend­li­chen zukünf­tig mecha­ni­sche Vor­gän­ge sowie Indu­strie­ge­schich­te ver­deut­li­chen. Der Kauf der Mini-Kraft­wer­ke ist dank einer Spen­de der Lions Clubs Lever­ku­sen und Rhenania mög­lich. Mit dem Geld kann das Netz­werk Kin­der­ar­mut über­dies ein inter­es­san­tes Vor­ha­ben umset­zen.

Als knapp über 70 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer ihre Bäl­le beim Lions-Bene­fiz-Golf­tur­nier am 10. August die­ses Jah­res auf dem Platz des Golf­clubs Lever­ku­sen in die Löcher bug­sier­ten, kamen durch Start­geld und Spen­den ins­ge­samt 6400 Euro zusam­men. Die Sum­me geht nun zu glei­chen Tei­len ans Muse­um in Schle­busch und an das Netz­werk, das sich gegen Kin­der­ar­mut ein­setzt und sie bekämpft. Dass die Sum­men für die Kin­der- und Jugend­ar­beit in der Stadt auf­ge­wen­det wer­den, ist den „Löwen“ ein Anlie­gen. „Es ist wich­tig, dass wir unse­ren Bei­trag dazu lei­sten kön­nen“, betont Petra Smidt vom Lions Club Rhenania. Das jähr­li­che Cha­ri­ty-Event bevor­teilt immer die Jüng­sten in Lever­ku­sen.

Das Indu­strie­mu­se­um um Lei­ter Jür­gen Band­som und För­der­ver­eins­chef Ulrich Bor­ne­was­ser freut sich daher über die jetzt mög­li­che Anschaf­fung von fünf Dampf­ma­schi­nen­mo­del­len. Schließ­lich fun­giert die Ein­rich­tung als außer­schu­li­scher Lern­ort zu den The­men Natur­wis­sen­schaf­ten und Indu­strie­ge­schich­te. Einst ver­füg­te die ehe­ma­li­ge Sen­sen­fa­brik gar über eine ech­te Dampf­ma­schi­ne für die Her­stel­lungs­ar­bei­ten. Als­bald sol­len die Kin­der den Minia­tur­ap­pa­rat selbst bedie­nen – das heißt: Feu­er machen, Was­ser ein­fül­len und Rie­men inklu­si­ve Werk­zeug anschlie­ßen. „Das funk­tio­niert noch immer“, berich­tet Band­som, „die Kids haben da tota­len Spaß dran.“Das weiß mit Rei­ner Hil­ken auch der Kopf des Netz­werks Kin­der­ar­mut. Er und sei­ne Mit­strei­ter stel­len mit dem Spen­den­geld das Pro­jekt „Ver­än­der-Bar“ auf die Bei­ne. Dabei han­delt es sich um eine Art mobi­len Treff­punkt mit coo­ler Musik, net­ten Geträn­ken, Pal­men und Lie­ge­stüh­len in Strand­bar-Atmo­sphä­re, mit dem sich Ver­tre­ter der hie­si­gen Jugend­häu­ser oder ‑ver­bän­de auf den Schul­hö­fen oder in Unter­richts­stun­den prä­sen­tie­ren kön­nen. Hier soll ent­spannt gequatscht wer­den – und die jun­gen Leu­te kön­nen etwa berich­ten, wel­che Din­ge sie in der Stadt gut oder für ver­bes­se­rungs­wür­dig hal­ten. Laut Hil­ken benö­tigt die Ver­bin­dung zwi­schen der sozia­len Arbeit sowie den Jugend­ver­bän­den mit den Schu­len mehr Ener­gie. „Da, wo jun­ge Men­schen sind, müs­sen wir sie abho­len – in ihrer Welt“, erläu­tert er.

Auf dem Foto sind von links nach rechts
Rei­ner Hil­ken (Netz­werk Kin­der­ar­mut), Nor­bert Bendz­ko (Lions Club Lever­ku­sen), Ulrich Bor­ne­was­ser (För­der­ver­ein Freu­den­tha­ler Sen­sen­ham­mer), Jür­gen Band­som (För­der­verin Freu­den­tha­ler Sen­sen­ham­mer), Lorenz Smidt (Lions Club Lever­ku­sen Rhenania), Petra Smidt (Lions Club Lever­ku­sen Rhenania).

Die Pres­se war ver­tre­ten durch:
Köl­ner Stadt­an­zei­ger: Frau Ste­fa­nie Schmidt
Rhei­ni­sche Post: Ralf Mat­zer­ath (Foto) und Tho­mas Brücker (Text)