Von Bert-Christoph Gerhards

Drei Leverkusener Lions-Clubs ziehen für bedürftige Kinder an einem Strang.

Der Oberbürgermeister hat als erster schon einen bekommen, ab Samstag ist er für alle anderen Leverkusener käuflich zu erwerben, der gemeinsame Adventskalender der drei Lions-Clubs in der Stadt. Im elften Jahr in Folge gibt es ihn nun, also eine Art rheinisches Jubiläum. Und wenn Karneval schon weitgehend flach fällt, soll der Kalender für die Dezember-Tage bis Weihnachten wenigstens in der Vorweihnachtszeit Türchen für Türchen ein wenig Normalität eröffnen. Und Geld in die Kasse bringen, das komplett in soziale Hilfen für Kinder und Jugendliche fließen wird.

Die Vertreter der drei Clubs – Renate Wolf (Rhenania), Reymund Hermanski (Leverkusen–Rhein-Wupper), Markus Grawe und Manfred Hans (Leverkusen) überbrachten Oberbürgermeister Uwe Richrath das Exemplar 0001 im Rathaus und rührten zugleich die Werbetrommel für die Aktion, die zugleich auch eine Tombola darstellt. Für fünf Euro gibt es den Kalender in der Zeit vom 10. Oktober bis 21. November in den Sparkassen-Filialen, im EVL-Citypoint, vielen Apotheken und einigen Geschäften. Jeder Kalender ist versehen mit einer Losnummer, die im Glücksfall zu bis zu 300 kleinen Preisen oder größeren Gewinnen wie einem Einkaufsgutschein über 1000 Euro oder einem Tag am Nürburgring verhelfen. In den vergangenen Jahren sind jeweils alle 8000 Exemplare verkauft worden – das ist die steuerrechtliche Obergrenze für eine „kleine Lotterie“ –, in diesem Krisen-Jahr sitzt das Geld bei den Sponsoren erfahrungsgemäß nicht mehr so locker, umso mehr hoffen die Lions- Club-Aktiven auf private Unterstützung für ihr soziales Engagement, das schon vielen Institutionen und ehrenamtlichen Hilfsprojekten zugute gekommen ist. Ein Foto von Schloss Morsbroich im Schnee ziert den Kalender, an sich schon ein seltener Anblick.

Seltener sind auch Bitten um Unterstützung in jüngster Zeit bei den Lions-Clubs eingetroffen. Womöglich auch eine Folge der Corona-Pandemie, die manche Aktivität erstickt hat. Noch haben die sozial engagierten Honoratioren Geld in der Kasse und sind durchaus bereit, klar definierte und überprüfbare soziale Projekte zu unterstützen. „Man darf uns ruhig darauf ansprechen und wir schauen dann, was geht“, so Manfred Hans.

Foto: Ralf Krieger